Studienarbeitsthemen am Lehrstuhl

  1. Storyboarder für Internet-Sites

    Am Lehrstuhl wurde aus den Erfahrungen bei der Entwicklung von Internet-Sites für 18 Städte und 5 Kreise (Auskunftsdienste), für eine größere e-Commerce-Anwendung (e-commerce site) und für einen Gruppen-Internetdienst eine allgemeine Methodik zur systematischen Entwicklung von Websites ausgearbeitet, mit der e-Commerce-, edutainment-, Gruppendienst-, Identifikations- und Auskunftsdienste systematisch Schritt für Schritt entwickelt werden können. Diese Methodik bedarf einer Werkzeugunterstützung. Werkzeuge zum Malen und Füllen von Sites gibt es viele, keine dagegen für die systematische Entwicklung von Sites. Im Rahmen der Studienarbeit sollen Routinen für einen Storyboarder entwickelt werden.
    Die Studienarbeit kann auch im Team bestritten werden.
    Betreuer: B. Thalheim und das Infodienst-Team

  2. Sichtendefinition für Auskunftsszenarien

    Websites, z.B. von Firmen, Einrichtungen oder Verwaltungen, werden häufig als Auskunftsdienste benutzt. Üblicherweise werden über verschiedene Benutzerszenarien, Informationen aus angebundenen Datenbanken verfügbar gemacht. Für die Benutzerszenarien werden so mehrere HTML-Seiten (Benutzersichten) generiert.

    Um die Szenarien- und damit die Websiteentwicklung effizient umzusetzen, sollen die einzelnen Benutzersichten über Beschreibungen in XML definiert werden. Hierin sind also die Datenbankanfragen als auch deren Strukturierung für die Darstellung anzugeben.

    Für die Auswertung der Sichtenbeschreibung steht bereits ein Tool (ausführbares C-Programm) zur Verfügung, welches Datenbankanfragen an den Sybase Datenbankserver sendet und das Anfrageergebnis als XML-Datei zurückliefert.
    Betreuer: T. Feyer

  3. Materialisierung dynamischer Websites

    Nahezu alle größeren und ,,erfolgreichen'' Informationsdienste im Web nutzen Datenbanken zur dynamischen Generierung ihrer Webseiten. Leider lebt der Benutzer hier mit dem Nachteil der z.T. erheblich längeren Antwortzeiten, die aus den Datenbankanfragen und deren Kommunikationsaufwand resultieren. Als Ausweg bietet sich die sogenannte Materialisierung von Datenbankanfragen an, d.h., Anfragen werden z.B. stündlich vorgeneriert und im Filesystem zur Verfügung gestellt.

    Die ,,brute-force''-Methode, alle Anfragen zu materialisieren, scheitert normalerweise am Umfang und Zeitaufwand der zu generierenden Seiten. In der Studienarbeit sollen nun die folgenden beiden Möglichkeiten untersucht werden:

    Punkt 1 ist prototypisch zu implementieren, für Punkt 2 sind Vorschläge für die Realisierung anzugeben.
    Betreuer: T. Feyer

  4. Steuerung von Ablaufnetzen

    Zur systemunabhängigen Anwendungsbeschreibung von Informationssystemen werden im Rahmen des Co-Design-Projekts Stellen/Transitionsnetze verwendet. Eine in C/C++ implementierte Systemsteuerung (Kernel) interpretiert diese Netze und führt sie aus. Auf diese Weise lassen sich z.B. dynamische, webbasierte Informationssysteme realisieren.

    Um die aktuelle Systemsteuerung flexibler zu machen, soll sie im Rahmen der Studienarbeit modularisiert werden. Als Ergebnis wird ein sogenannter Minikernel angestrebt, der lediglich die grundlegende Funktionalität zur Ausführung von Ablaufnetzen enthält und ansonsten die ausgelagerten Module verwendet.

    Ein Beispiel für ein solches Modul ist die Verarbeitung der Datenelemente. Derzeit werden Datenelemente als Bäume dargestellt, z.B. Veranstaltung( Titel( "Informatik-Stammtisch"() ), Ort( "Kaffee Friedrich"() ) ). Mitunter sind andere Darstellungsformen passender, wie z.B. in Webanwendungen XML-Daten. Zur Umstellung der Systemsteuerung auf XML-Daten genügt in diesem Fall der Austausch des Moduls für die Verarbeitung der Datenelemente.
    Betreuer: T. Feyer

  5. Cottbus interaktiv

    Durch ein Firmenkonsortium wird bis Mitte 2001 auf settop-box-Basis eine interaktive Plattform entwickelt, die video/cinema on demand, Telefondienste und Internetdienste bis hin zu e-commerce-Diensten über Kabelkanal und Fernsehen dem Benutzer zur Verfügung stellt. Durch den Lehrstuhl wird eine Unterstützung beim Aufsetzen der dazu notwendigen Datenbanken und bei der Entwicklung des storyboards geleistet. Dazu sind folgende Teilthemen als Studienarbeiten ausgeschrieben:
    1. Entwicklung einer Kundendatenbank

    2. Datenbank für den elektronischen Zahlungsverkehr

    3. Datenbank zur Verwaltung von Benutzungsprofilen

    4. Entwicklung und Testung von Benutzungsszenarien

    Diese Studienarbeiten sollten zügig bearbeitet werden. Deshalb wird neben einer Hiwi-gerechten Bezahlung auch eine Erfolgsprämie ausgesetzt.
    Betreuer: B. Thalheim, T. Kobienia

  6. Anwendung einer Storyboard-Sprache zur Spezifikation eines Systemes

    Die Spezifikation von Interaktion und stories - insbesondere für Internet-sites - ist lange von der Informatik vernachlässigt worden. Am Lehrstuhl wurde eine Beschreibungssprache zur Beschreibung von Szenarien, Szenen und Dialogen auf der Basis von Interaktions- und Story-Räumen entwickelt, die anhand der folgenden Anwendung erprobt und getestet werden soll:
    Am Lehrstuhl wurde gemeinsam mit Partnern ein Konferenzsystem weiterentwickelt, das alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Vorbereitung von wissenschaftlichen Konferenzen unterstützt (Einreichung von Arbeiten, Verteilung der Arbeiten auf Gutachter, Einbringen der Gutachten, Übersicht über vorhandene und fehlende Gutachten, Übersichten über die Bewertung der Arbeiten, Korrespondenz mit Einreichern und Gutachtern). Nachdem das System bei einer Reihe von großen Konferenzen und Symposien angewandt wurde und stabil läuft, kann dieses System für eine Anwendungsstudie für die Spezifikation von Story-Räumen, Interaktions-Räumen und System-Räumen benutzt werden.
    Betreuer: B. Thalheim, G Millahn (zu Konferenzsystem)

  7. Bewertung und Usability-Studien fü Websites

    Mit der am Lehrstuhl entwickelten Methodik zur systematischen Entwicklung von Websites liegt eine Methodik vor, mit der e-Commerce-, edutainment-, Gruppendienst-, Identifikations- und Auskunftsdienste für Websites systematisch unter Berücksichtigung der Benutzer entwickelt und implementiert werden können für eine Vielzahl von Websites. Diese Methodik ist mit existierenden großen Websites zu vergleichen. Die letzteren sind nach diesem Vergleich einem Usability-Test nach Nielson zu unterziehen.
    Diese Arbeit ist insbesondere auf IMT-Studenten ausgerichtet.
    Betreuer: B. Thalheim, A. Düsterhöft
Bei Interesse bitten wir um eine kurze email bzw. um einen Terminvorschlag an DBIS.


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