Bei der Gründung der Brandenburgischen Technischen Universität
Cottbus 1991 wurde der wichtigen Rolle der Informatik an einer modernen
technischen Universität durch die Einrichtung des Instituts für
Informatik in der Fakultät Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik
und eines Diplomstudienganges Informatik Rechnung getragen. Die Lehrstühle
am Institut vertreten in Forschung und Lehre die Hauptgebiete
der Informatik und betonen eine anwendungs- und praxisorientierte Ausbildung.
Die Informatik hat als integrierend wirkendes Querschnittsfach
mit ihrer Forschungs- und Lehrkapazität und einer fakultätsübergreifenden
Verzahnung an der BTU eine wesentliche Basisfunktion für alle
Ingenieurwissenschaften. Die Kenntnis der grundlegenden Denkweisen und
Techniken der Informatik muß ähnlich wie die der Mathematik
und der Physik grundlegender Bestandteil von Systemansätzen
werden. Die Forschung und Lehre der Informatik wird an der BTU stark von
dem Gesichtspunkt einer Systemtechnik verstanden. Systemtechnische Fragestellungen und
Anwendungsprobleme der anderen Wissenschaftsbereiche werden aufgegriffen und
Beiträge zu ihrer Lösung werden geleistet. Dadurch bekommt die
Informatik eine sehr praxis- und anwendungsorientierte Prägung
und pflegt eine ingenieurmäßige Vorgehensweise bei der Problemlösung.
Alle genannten Arbeitsschwerpunkte schlagen die Brücke zwischen entsprechenden
theoretischen Grundlagen und Methodenwissen hin zur praktischen Anwendung
in unterschiedlichsten Bereichen. Dabei ist die Verzahnung mit den anderen
Fakultäten der BTU von großer Bedeutung. Das hat bereits zu
interdisziplinären Kooperationen innerhalb der BTU und zur Einrichtung
eines fakultätsübergreifenden Innovationskollegs geführt.
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